Pandemie zwingt Commerzbank zu stärkeren Einschnitten

Posted On 15. Mai 2020|

Der deutliche Verlust im 1. Quartal 2020 ist nur ein Indiz, dass die Commerzbank ihre erst im September 2019 beschlossene „Strategie 5.0“ abermals überarbeiten muss. Nun absehbar höhere Kreditausfälle im Rahmen des großen Volumens an Pandemie-Hilfskrediten werden die Bilanz belasten. Obendrein nutzen die Kunden rasant wachsend digitale Kanäle – die die Bank auch verstärkt bewirbt, abgesehen von derzeit nur noch 200 uneingeschränkt geöffneten der bisher etwa 1000 Filialen. Diese Anzeichen deuten aus zwei Richtungen darauf, dass zumindest mehr filialgebundene Arbeitsplätze wegfallen als bisher veranschlagt. Noch steht die im Frühherbst 2019 verkündete Zahl des Abbaus von netto 2300 Vollzeitstellen bis Ende 2023 – plus x dann. Die Gespräche mit den Betriebsräten über das neue „Paket“ sollen offenbar erst im September 2020 starten. Erneut sollen wohl Abfindungen und Altersmodelle eine große Zahl der Betroffenen zum Verlassen ihrer Stelle motivieren. Welche Instrumente des Abbaus die Bank noch erwägt, wie diese dotiert sind und ob sie „ausreichen“, um betriebsbedingte Kündigungen weiter auszuschließen, ist völlig offen…

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(aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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